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Sohn weg - Tochter weg ! Eine ganzheitliche Betrachtung zu Eltern-Kind-Entfremdung

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Ein kleines Kind vor einer Statue

Als Therapeutin und Botschafterin, die selbst die Entfremdung zwischen Eltern und Kind erlebt hat, ist es mein Ziel, nicht nur Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, sondern auch den Betroffenen dabei zu helfen, sich aus dem Strudel überwältigender Emotionen zu befreien. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Aufarbeitung des durch die Entfremdung entstandenen Traumas und dem Betroffenen wieder seine Lebenskräfte zur Verfügung zu stellen, die ihm durch die Verausgabung im Außen meist verlorengegangen sind. Es geht darum, Strategien zu entwickeln, um mit dieser äußerst herausfordernden Situation besser zurechtzukommen, sowie um ein besseres Verständnis für sich und andere zu entwickeln und mehr Frieden mit der eigenen Lebensgeschichte zu schließen.


Denken und Fühlen sollten im richtigen Verhältnis zueinander und im Gleichgewicht stehen

Sind die Gefühle vorherrschend, können keine vernünftigen und strukturierten Gedanken gefasst werden. Sie schweifen umher, sind unstrukturiert und machen sich selbstständig. In der Regel sind es Gefühlsgedanken, die um verletzte Gefühle, Ablehnung, Kritik usw. kreisen. Geschehnisse werden immer wieder durchdacht und durchfühlt.


Fehlt im Gegenzug dem Denken die Durchwärmung durch das Herz, entstehen isolierte Denk-Konstrukte, die nicht im Einklang mit den Lebensgesetzen stehen und zu zerstörerischen Resultaten führen können. Die Zerstörung kann sich dabei nach innen oder nach außen richten.


Wenn sich die Zerstörung nach innen richtet, entsteht eine übermäßige Zehrung der Lebenskräfte, eine Nervosität, innere Unruhe, Erschöpfung und Überreiztheit. Was die zerstörerischen Folgen des "isolierten Denkens" nach außen betrifft, so braucht man sich aktuell in der Welt nur umzusehen.


Lebensenergie

Eine Sonne

Entscheidend für die Bewältigung eines schmerzhaften Ereignisses ist deshalb eine hohe Lebensenergie. Wenn die Lebensenergie hoch genug ist, dann sind wir in der Lage eine "Katastrophe in eine Chance" zu verwandeln. Sind die Lebenskräfte jedoch aufgrund hohen Stresses, Konflikten und überwältigender Ereignisse usw. erschöpft, dann fehlt oft die Kraft, die Klarheit und die Bewusstheit, für unser Leben eine kreative Wahl und die richtigen Entscheidungen zu treffen. (siehe hierzu: Natürlich mehr Energie! | Marion Krause


In meiner Arbeit ist es deshalb von entscheidender Bedeutung die Lebenskräfte eines Menschen zu mobilisieren und anzuheben. Hier arbeite ich schon seit vielen Jahren mit einem bewährten Diagnose- und Therapieverfahren, das alle Ebenen (vital, emotional, mental) berücksichtigt und die dahinterliegenden inneren und äußeren Störungen eruiert, um sich von seinen "Verzerrungen und Belastungen der Vergangenheit" zu befreien und die Energielage zu verbessern. Das wiederum führt zu einer besseren Regulation des Körpers (Immunsystem, Nervensystem, Stoffwechsel) sowie zu mehr Gelassenheit, Klarheit und gestärktem Vertrauen in die eigene innere Führung.


Ein Schiff bei Sturm

Persönliche Heldenreise

Es ist eine wichtige Erkenntnis, dass das Unterdrücken unserer Gefühle langfristig unserer Authentizität schaden kann..

Schon in jungen Jahren lernen wir, dass das Offenbaren unserer Gefühle uns verletzlich erscheinen lassen kann. Während unserer Kindheit, geprägt von der Abhängigkeit von Eltern und Erziehern, entwickeln wir die Neigung, Emotionen zu kontrollieren und zu unterdrücken. Diese Strategie, tief verwurzelt, scheint uns durchs Leben zu tragen. Doch oft erkennen wir nicht, dass wir im Erwachsenenalter damit unsere echte Persönlichkeit und Echtheit opfern. Die Folgen werden offensichtlich, wenn unser Leben und unsere Beziehungen belastend und chaotisch werden oder gar auseinanderfallen. In solchen Momenten suchen einige Zuflucht in Ablenkungen und Ausflüchten – sei es durch Arbeitssucht, Extremsportarten oder exzessive Verhaltensweisen wie übermäßiges Essen, Trinken, Drogenkonsum, Fernsehen oder Computerspiele.


Jetzt ist jedoch der ideale Zeitpunkt gekommen, um uns auf unsere persönliche Heldenreise zu begeben und den Weg des persönlichen Wachstums einzuschlagen.


Die Heldenreise dient als Symbol für unsere eigene innere Transformation

Der Held oder die Heldin (auch Protagonist genannt) verlässt seine oder ihre gewohnte Umgebung und begibt sich auf eine Reise, die sowohl physischer als auch metaphorischer Natur sein kann.

Auf dieser Reise begegnen dem Protagonisten vielfältige Prüfungen und Herausforderungen, die das Überwinden von Hindernissen, das Erlernen neuer Fähigkeiten und das Finden von Verbündeten umfassen.

Nachdem die Herausforderungen gemeistert sind, kehrt der Protagonist bereichert um neue Einsichten und Fertigkeiten in die ursprüngliche Welt zurück – oft mit Geschenken, und Schätzen die erworben wurden.


Die Heldenreise verlangt Mut, Stärke und Ausdauer sowie die Bereitschaft, sich den Ungeheuern und Herausforderungen zu stellen, die unterwegs lauern. Nicht jeder sieht darin jedoch einen Anreiz.

Es geht darum, den Mut zu finden, die vertraute Komfortzone zu verlassen - einen Raum ohne Schmerz - aber auch ohne Wachstum. Es bedeutet, das Jammern, Klagen und Beschuldigen hinter sich zu lassen und stattdessen Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Es ist ein Prozess, bei dem Sie die Kontrolle über Ihr eigenes Dasein zurückgewinnen und innere Stärke entfalten.


Sie erlangen Ihre Macht zurück, wenn Sie bereit sind, über Ihre Vermeidungsstrategien, Ängste, Gewohnheiten und Verhaltensmuster hinauszuwachsen.



Die Stigmatisierung der Mütter

Eine Frau mit Kind und Blumenhut

Für viele, die mit den tiefgreifenden Auswirkungen der induzierten Eltern-Kind-Entfremdung nicht vertraut sind, mag es auf den ersten Blick so erscheinen, als müsse es triftige Gründe geben, wenn einem Elternteil das Kind entzogen wird. Es ist eine verbreitete Annahme, dass Vätern nach einer Trennung oder Scheidung meistens die gemeinsamen Kinder vorenthalten und entfremdet werden, schließlich  gehöre ein Kind zur Mutter. Diese Wahrnehmung ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.


Doch wenn Mütter von Eltern-Kind-Entfremdung betroffen sind, herrscht oft noch die Auffassung, dass dafür schwerwiegende Gründe vorliegen müssen. Die Zahl der Mütter, die von dieser Problematik betroffen sind, stieg in den letzten Jahren rapide an. Dieser Umstand könnte auch daran liegen, dass das Thema EKE durch die intensive Aufklärungsarbeit von Organisationen, Fachleuten und Netzwerken zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit rückt und sich so immer mehr Mütter "outen".


Ich möchte klarstellen, dass es unerheblich ist, ob Mutter oder Vater das Kind entfremden – die Leidtragenden sind dabei immer die Kinder!


Es ist deshalb von größter Bedeutung, dass wir uns auf die Bedürfnisse und das Wohl der Kinder konzentrieren und uns für eine Gesellschaft einsetzen, in der die Rechte und das Wohlergehen der Kinder an erster Stelle stehen.

 

Eine kleine Auffrischung – Was ist EKE?

Induzierte Eltern-Kind-Entfremdung ist ein Phänomen, das i.d.R. nach einer Scheidung/Trennung auftritt. Meistens versucht ein Elternteil das oder die gemeinsamen Kinder (bewusst oder unbewusst) gegen den anderen Elternteil aufzubringen, zu beeinflussen und emotional abzugrenzen.

Kreissägenblatt

 

Das Kind gerät dadurch in einen inneren Loyalitätskonflikt, was oft dazu führt, dass das Kind den Kontakt zum anderen Elternteil meidet, sich abwendet oder den Kontakt vollständig abbricht.     

In Deutschland verlieren schätzungsweise pro Jahr ca. 40.000 Kinder den Kontakt zu ihren guten und fürsorglichen Familien, Großeltern, Cousins und Cousinen bzw. zu einem vorbildlichen Elternteil.


EKE gehört mittlerweile zu den weitest verbreiteten Formen von Gewalt gegen Kinder in Trennungsfamilien und wird heute mittlerweile als seelischer Missbrauch und Kindeswohlgefährdung angesehen. 


Dies zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten hindurch und ist unabhängig von Bildung oder sozialem Status. Schätzungsweise 85 % der betroffenen Kinder leiden unter den Langzeit- und Spätfolgen wie z.B. Ängsten, Bindungsstörungen, Depressionen bis hin zum Suizid.


Verschiedene Studien haben mittlerweile festgestellt (z.B. die Metastudie von Prof. Dr. Ursula Gesser, Anna Prinz NZFam.21/2015) dass für die Kinder die Umgangsvereitelung, EKE oder gar der Umgangsausschluss oft schlimmer ist als der Tod eines Elternteils. (Quelle: www.netzwerk-getrennterziehend.de)


Ähnlich wie die Kinder leiden auch die betroffenen Elternteile, die im Ringen um ihre Kinder an ihre physischen und psychischen Grenzen stoßen. Die ermüdenden Bemühungen, Anhörungen bei Jugendämtern, Familiengerichten und Beratungsstellen, um den Kontakt zu ihren Kindern zu wahren, enden oft erfolglos. Zurück bleiben erschöpfte, resignierte und verzweifelte Eltern, die ihren Unmut entweder öffentlich machen oder in sich hineinfressen.

Beides kann auf Dauer zu innerer Erstarrung und Traumatisierung führen und sich im Körper manifestieren sowie langfristig zu physischen und psychischen Erkrankungen führen.


Ein Neues Verständnis

Ein neues Verständnis ist von entscheidender Bedeutung. Elternteile, die sich in belastenden und konfliktgeladenen Situationen befinden, brauchen vor allem Klarheit, Energie und innere Stärke. Diese sind notwendig, um nicht unter der Last der Ereignisse zu zerbrechen oder dauerhafte Schäden davonzutragen. Es ist daher von großer Wichtigkeit, sich seiner Gefühle und Emotionen bewusst zu werden, diese zu verarbeiten und richtig einzuordnen.

Als jemand, der persönlich von Eltern-Kind-Entfremdung (EKE) betroffen ist, verstehe ich die komplexen Prozesse und emotionalen Herausforderungen, die damit einhergehen. Ich möchte deshalb einige Schritte und Empfehlungen anbieten, die dazu beitragen können, die emotionale Belastung durch EKE anzugehen und die Belastungen zu mindern bzw. Erleichterung zu schaffen:


1.Selbstfürsorge priorisieren und Grenzen setzen: Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse und setzen Sie Grenzen, um Überforderung zu vermeiden. Aktivitäten wie Sport, Hobbys, Natur oder Entspannungstechniken können helfen, Stress abzubauen.

 

2.  Austausch und Ausdruck suchen: Es ist ebenfalls von Vorteil, sich die Last von der Seele zu sprechen. Dies kann im Gespräch mit einem vertrauten Freund, einem Familienmitglied oder einem empathischen Therapeuten geschehen.

 

3. Selbstreflexion : Erkennen Sie Ihre eigenen Gefühle und Reaktionen im Zusammenhang mit EKE. Dies kann mithilfe eines Therapeuten, Meditation oder durch Tagebuch-Schreiben gefördert werden.

 

4. Unterstützungsnetzwerk aufbauen: Suchen Sie den Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, oder schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an.

 

5.  Bleiben Sie so gut es geht in Kontakt mit Ihrem Kind. Nehmen Sie regelmäßig und kontinuierlich Kontakt mit Ihrem Kind auf, sie es durch E-Mail, Karten zum Geburtstag, Weihnachten usw. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, das es auf Sie zählen kann.

 

6. Zukunftsorientierung: Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie kontrollieren können und planen Sie Schritte für eine positive Zukunft für sich und Ihre Kinder.  


Was für die Zukunft wichtig ist

Jede Familie ist einzigartig in ihrer Konstellation und mit ihren eigenen großen und kleinen Problemen. Wir alle erleben Krisen und Herausforderungen im Laufe eines Lebens, die uns formen und prägen. Eltern-Kind-Entfremdung gehört dabei mitnichten zu den herausforderndsten und tiefgreifendsten Erfahrungen, die Eltern und Kinder erleiden können.


Es gibt noch viel zu tun, um das Bewusstsein zu schärfen, aufzuklären und Veränderungen herbeizuführen, die unseren Kindern zugutekommen und somit eine gesunde Gesellschaft fördern. Ein wesentlicher und entscheidender Schritt dabei ist, bei sich selbst anzusetzen.





Die tiefgründigste Sache, die wir unseren Kindern bieten müssen,

ist unsere eigene Heilung

Anne Lamott (New York-Times Bestsellerautorin)









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