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Umgang mit Verlust - Drama oder Möglichkeit?

Aktualisiert: 4. Juli

Verlust gehört zu unserem Leben, seit wir zum ersten Mal Atem holen. Mit der Durchtrennung der Nabelschnur, verlieren wir das behütete Einssein mit unserer Mutter und damit beginnt eine lebenslange Reihe von Abschieden. Manche sind leicht, andere zerreißen uns. Manche gehen still vorüber, andere stellen unser Leben auf den Kopf.


Symbolbild für Verlust und emotionaler Heilung

Wir verlieren Zähne, Lebensphasen, Illusionen, Beziehungen Gesundheit, Sicherheiten,


Manchmal verlieren wir etwas im Leben, womit wir zutiefst verbunden waren: einen Menschen, einen Job, eine Partnerschaft, ein Gefühl von Stabilität.


Gerade in Krisenzeiten werden wir mit dem Thema Verlust in vielerlei Hinsicht konfrontiert: Materielle Sicherheit, menschliche Nähe, Heimat, Geborgenheit. Wir reagieren unterschiedlich darauf. Manche erstarren, andere kämpfen und manche ergeben sich. Andere geraten in Panik, Wut und Hilflosigkeit.


Doch eines ist sicher: Verlust und Angst sind eng miteinander verwoben.


Wie du Ängste erkennen und lösen kannst, das erfährst du in meinem kostenfreien E-Book "Angst".


Wenn der Verlust uns lähmt

Der Umgang mit Verlust ist für viele Menschen eine große Herausforderung.


In meiner Arbeit bin ich sehr oft mit dem Thema Verlust konfrontiert. Ich selbst kenne diese Gefühle gut. In habe in meinem Leben große und kleine Verluste erlebt - und ich habe mich oft ungerecht behandelt gefühlt. Ich suchte Schuldige, kämpfte gegen das Unvermeidliche und hielt fest, was längst gegangen war.


Ich war gefangen in Trauer, Kummer, Selbstmitleid und innerem Widerstand. Mein Körper reagierte mit Symptomen, Erschöpfung, Überforderung. Ich drehte mich im Kreis – in einer Endlosschleife aus Bewertungen und alten Geschichten.


Der Wendepunkt kam, als ich begann, meine Erfahrungen anders zu betrachten. Durch Begegnungen, Hinweise und innere Arbeit entstand ein neues Verständnis. Ich konnte loslassen, anerkennen und würdigen – das Vergangene und das Kommende.


Symbolbild für den Umgang mit Verlust und emotionaler Heilung

Heute begleite ich Menschen dabei, ihr Licht wieder aufzudrehen, körperlich und seelisch zu heilen und ihren Weg weiterzugehen.







Die Lösung liegt in uns

Der Umgang mit Verlust zeigt uns oft, wo wir innerlich festhalten – und wo neue Möglichkeitenen entstehen können.


Es liegt in der Natur des Menschen festzuhalten, was uns lieb und teuer ist. Doch das Leben lässt sich nicht festhalten, Wir haben keine Kontrolle über das Außen, sondern nur über unsere innere Haltung


Es ist absolut menschlich und wichtig unsere Gefühle über etwas, was wir verloren haben, auszudrücken und sie zu verarbeiten. Wenn wir jedoch in Angst, Wut oder Schlussfolgerungen stecken bleiben, sehen wir keine neue Möglichkeiten. Gefühle sind oft nur Hinweise: Wut zeigt, das eine Veränderung nötig ist und Angst zeigt, dass wir etwas wahrnehmen, das nicht stimmt.


Fragen die Türen öffnen

Wenn der erste Schmerz gelebt und gefühlt ist, können wir uns fragen:


  • Wie geht es jetzt weiter?

  • Was kann ich tun, damit mehr Leichtigkeit in mein Leben kommt?

  • Welche Wahl habe ich jetzt?

  • Kann es sein, dass meine Emotionen gar nicht meine eigenen sind, sondern nur auf mich projiziert wurden?


Das Geschenk im Verlust

Manchmal versteckt sich im Verlust ein leises Potenzial: Eine Einladung. Ein Hinweis,


Schau einmal auf die Worte:

Ver-lust : darin steckt „Lust“.

Ver-lustig: darin steckt „Lustig“.


Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass Verlust uns nicht nur nimmt – sondern auch etwas bringt.


Wenn wir anerkennen, zulassen und die Angst hinter uns lassen, entsteht Weiterentwicklung. Dann können Wunder geschehen, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten.


Dies drückt sich sehr schön in dem Gedicht von Rainer Maria Rilke aus:


Verlust wenn etwas uns fortgenommen wird, womit wir tief und wunderbar zusammenhängen, so ist viel von uns selber mit fortgenommen Gott aber will, dass wir uns wiederfinden, reicher um alles Verlorene und vermehrt um jenen unendlichen Schmerz R.M. Rilke

Quelle Titelbild: https://www.pexels.com/ Quelle Blogbilder: https://pixabay.com/

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