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  • Marion Krause

Hormone, Vegetativum und Psyche – Ein perfektes Zusammenspiel

Aktualisiert: Apr 30

Vom Stand-by-Modus in den Lebensmodus


Hormonelle Ungleichgewichte sind in meiner naturheilkundlichen Praxis ein oft gesehener Gast, egal ob unerfüllter Kinderwunsch, Prämenstruelles Syndrom, Zyklusprobleme, Schilddrüsenerkrankungen, chronische Erschöpfung und vieles mehr.

Doch wie funktionieren Hormone überhaupt und was hat unser Vegetativum (= alle unbewußt ablaufenden Vorgänge in unserem Körper: z.B. Herzschlag, Verdauung Atmung) damit zu tun? Dazu müssen wir uns mit der wichtigsten Grundlage des Lebens beschäftigen: Energie.

Energie ist die Grundlage aller irdischen Existenz, ob Mensch, Pflanze oder Computer. Ist die Batterie zum Beispiel bei einem Auto leer springt es nicht mehr an. Beim Computer tritt Funktionslosigkeit ein, wenn keine Energie da ist. Bei biologischen Systemen tritt Krankheit oder gar der Tod ein.

Doch es gibt noch einen Zustand zwischen Leben und Tod. Bei Computern nennt man diesen Stand-by, bei biologischen Systemen ist es der Zustand des Über-lebens.

„Überleben“ bedeutet für den Körper, das er auf „Sparflamme“ fährt, das heißt er rationiert seine Energie und diese wird in Systeme gelenkt, die für das Überleben wichtig sind (Gehirn, Herz, Nervensystem). Systeme die weniger wichtiger sind (z.B. Haare, Nägel, Haut) werden weniger versorgt.

Die „Mitochondrien“ die Kraftwerke unserer Zellen sorgen dafür das stets genug Energie da ist. Dafür sind u.a. die Schilddrüsenhormone zuständig. Diese sorgen dafür, das der Stoffwechsel reibungslos abläuft und unsere Organe gut funktionieren.

Die Hormondrüsen arbeiten eng mit unserem Gehirn zusammen, welches über bestimmte Botenstoffe die Hormondrüsen aktiviert. Auch die Leistung des Gehirns, wie unser Denken, Konzentration ist von einem gut funktionierenden Stoffwechsel der Hirnzellen abhängig.

Hormone stehen also in enger Wechselwirkung zum restlichen Organismus. So beeinflussen psychische Faktoren über das Limbische System die Ausschüttung von GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon). Ein Beispiel hierfür ist das Ausbleiben der Regelblutung bei übermäßigem Stress. Umgekehrt wirken Geschlechtshormone über das ZNS (Zentrales Nervensystem) auf unsere Psyche und unser Verhalten (Sexual-Verhalten, Aggressionsbereitschaft, Depression, Vitalität).

Diese Zusammenhänge ermöglichen es uns z.B. aus dem Gleichgewicht geratene Hormone über das Vegetativum oder die Psyche wieder ins Lot zu bringen.



Hier ein Beispiel bei dem Psyche und Hormone Hand in Hand gehen:

Prämenstruelles Syndrom (PMS) und Hormonspiegel

Einige von Ihnen liebe Frauen kennen vielleicht das „Leid vor den Tagen“. Ich nenne es das „Dr. Jekyll and Mr. Hyde-Syndrom“.

Ca. eine Woche vor Beginn der Monatsblutung können folgende Symptome auftreten:

· Emotionale Schwankungen: Gereiztheit, Unkonzentriertheit, depressive Verstimmung und Ängste

· Spannungsgefühle in der Brust

· Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme

· Kopfschmerzen, „hormonelle Migräne“

· Erhöhter Appetit, Heisshunger auf Süsses

· Muskel- und Gelenkschmerzen

· Erschöpfungszustände

Hormongaben können hier helfen, sind aber manchmal nur bedingt sinnvoll. Häufig sind auch seelische Blockaden beteiligt, die es zu behandeln gelte, wenn man die PMS ursächlich angehen wolle. Ebenso wichtig ist es die „Energielage“ zu überprüfen um aus einem eventuellen „Stand-By-Modus“ herauszukommen.

Andernfalls tauchten spätestens in den Wechseljahren wieder entsprechende Probleme auf, die dann mitunter noch schwerer zu behandeln sind.


Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus beobachte ich immer wieder wie eine Stabilisierung des Vegetativums sowie der Aufbau der Energieressourcen einen ordnenden Effekt auf die hormonelle Situation darstellt. Wichtige Hormondrüsen, wie z.B. die Schilddrüse profitieren durch diese sanfte Regulierung. Dies sorgt nicht nur für ein besseres Wohlbefinden sondern Kraft und Lebensfreude können sich wieder einstellen.


Tipp: Im Workshop Schilddrüse erlernen Sie einige der Möglichkeiten, wie man nicht nur die Schilddrüse, sondern auch andere wichtige Hormondrüsen einfach und effektiv selbst pflegen kann.



Fotos von unsplash.com

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